Chartupdate: Konsum-Aktien 2

Viele Konsum- und Luxusaktien befinden sich aktuell in späten Korrekturphasen. Mehrere Titel nähern sich potenziellen Abschlusszonen größerer Wellenstrukturen, während andere bereits erste impulsive Bewegungen zeigen. Nachfolgend mein aktuelles Chart-Update zu den wichtigsten Titeln.


Nike

Nike befindet sich weiterhin im letzten Abschnitt des Abverkaufs der übergeordneten Welle II.

In der aktuellen Welle Y sollte der Kurs eigentlich noch einmal in Richtung 90 USD laufen, wurde jedoch sehr deutlich am 0,618 Fibonacci abgewiesen.

Ein klares Unterschreiten der Welle X bei 57,14 USD würde die Korrektur direkt beenden.

Ich gehe aktuell davon aus, dass Nike vor Abschluss der Welle II noch deutlich unter 40 USD fallen kann. Erst dort erwarte ich eine strukturell saubere Basis für einen neuen Aufwärtstrend.


Celsius

Celsius hat die Welle II abgeschlossen und befindet sich nun in der Welle III der übergeordneten Welle 3.

Diese Phase ist historisch die dynamischste Bewegung im gesamten Elliott-Zyklus.

Aufgrund der aktuellen Struktur rechne ich relativ zügig mit Kursen oberhalb von 80 USD. Rücksetzer sehe ich aktuell eher als kurzfristige Konsolidierungen innerhalb eines starken Impulses.


Lululemon

Lululemon hat sich vom kurzfristigen Ausbruch erholt und tendiert nun erneut in Richtung der zentralen Support-Zone.

Ich gehe davon aus, dass der Bereich um 159 USD nicht halten wird.

Unterhalb dieses Levels kann jederzeit das finale Tief der Welle II entstehen.

Mein maximales Ziel für diese Bewegung liegt bei etwa 110 USD. Erst dort wird das Chance-Risiko-Verhältnis wieder wirklich attraktiv.


Estée Lauder

Estée Lauder befindet sich in der ersten Aufwärtsbewegung nach dem Abschluss der übergeordneten Welle II.

Die bisherige Erholung lässt sich als Welle 1 interpretieren, deren Zielbereich ich um 130 USD einordne.

Der sehr scharfe Abverkauf im Bereich von 123 USD könnte allerdings bereits das Top der internen Welle 5 markiert haben.

Unabhängig von der genauen internen Zählung gehe ich davon aus, dass Estée Lauder nochmals deutlich korrigieren wird.

Der Bereich um 80 USD stellt für mich das realistische Ziel zur Beendigung der Welle II dar.

Dieses Niveau sehe ich als große strategische Kaufgelegenheit. Danach erwarte ich eine impulsive Welle III mit Kurszielen um 200 USD. Nach Ausbildung dieses Bodens rechne ich nicht mehr mit nachhaltigen Kursen unter 100 USD.


LVMH

LVMH hat an der Oberkante meiner Zielzone reagiert und könnte damit bereits das Bottom der internen Welle 2 ausgebildet haben.

Realistischer sehe ich das finale Tief jedoch im Bereich von 483 EUR, da hier ein doppelter Support aus aktueller Welle II und vorheriger Welle IV zusammenfällt.

Von dort aus erwarte ich ein sauberes Ausbrechen aus den Trendlinien und mittelfristig Kurse oberhalb von 800 EUR.

Ein Einstieg ist aus meiner Sicht bereits jetzt sinnvoll – insbesondere, falls der Kurs noch einmal in den Bereich um 483 EUR läuft.


Kering

Kering befindet sich aktuell am Bottom der internen Welle 4.

Diese sollte noch ein finales Aufwärts-Leg in Richtung der Welle 1 ausbilden.

Die Welle 1 kann Kurse bis etwa 520 EUR erreichen.

Anschließend erwarte ich eine Welle 2, die eine sehr attraktive Kaufgelegenheit darstellen dürfte.


Pernod Ricard

Pernod Ricard respektiert weiterhin die Oberkante meiner Zielzone am 0,618 Fibonacci sowie das Hoch der Welle 1 (blaue Support-Linie bei 77,06 EUR).

Ein Abverkauf in den Bereich von 46,48 EUR bleibt technisch möglich, allerdings wirkt die aktuelle Struktur bereits deutlich bullischer.

Die Chancen stehen gut, dass das Bottom der übergeordneten Welle II bereits erreicht wurde und sich das Sentiment nun sukzessive dreht.


Nestlé

Nestlé findet weiterhin eine starke Resistance bei 70 CHF.

Um das finale Bottom der Welle II zu markieren, rechne ich mit einem weiteren deutlichen Abverkauf unter 70 CHF.

Mein Mindestziel liegt bei 64,90 CHF.

Ich halte an der These eines finalen Flushs fest, bevor Nestlé wieder strukturell bullisch wird.


Fazit

Der Konsum- und Luxus-Sektor befindet sich aktuell in einer entscheidenden Phase.

Viele Titel nähern sich potenziellen Abschlusszonen größerer Korrekturen, während erste Aktien bereits wieder impulsiv nach oben drehen.

Geduld bleibt entscheidend. Die besten Chancen entstehen dort, wo finale Abverkäufe auf strukturelle Unterstützungen treffen – nicht dort, wo das Sentiment bereits wieder euphorisch ist.