Heute der große Rundumblick über unsere Rohstoff- und Crypto-Positionen — sieben Assets, von "jetzt stark nachkaufen" bis "Geduld bis Q4".
Bitcoin — Endabverkauf läuft, unter 50.000 wird nachgekauft
Charttechnik:
- Bitcoin befindet sich weiterhin im Endabverkauf dieses Bärenzyklus, der spätestens in Q4 2026 abgeschlossen sein sollte
- Wir sehen noch einmal die Möglichkeit von Kursen unter 50.000 Dollar — das ultimative Preisziel liegt bei ~42.000 Dollar
- Ich kaufe immer stark nach, wenn der Kurs unter 50.000 fällt
- Danach erwarten wir eine längere Seitwärtsphase (Chopping), bevor Bitcoin in den nächsten Bullenmarkt übergeht
- Neues Preisziel in der Welle 3: 260.000 Dollar pro Bitcoin
Die Events stützen das Bild: Bitcoin markierte Anfang Juli ein 21-Monats-Tief unter 60.000 und erholte sich auf ~64.000. Die ETF-Flows bleiben das Sorgenkind — seit dem Oktober-2025-Peak sind über 160.000 BTC aus den ETF-Reserven abgeflossen, und die durchschnittliche ETF-Kostenbasis liegt bei ~84.000 Dollar: Der Großteil der ETF-Käufer sitzt unter Wasser. Eine siebentägige Zuflussserie (~1 Mrd. Dollar) brach am Donnerstag und Freitag mit −465 Mio. Dollar wieder ab. Genau diese zermürbende Hin-und-Her-Dynamik ist typisch für die Endphase eines Bärenzyklus.
Gold — Bodenbildung der Welle 4 in Sicht
Charttechnik:
- Gold befindet sich in der Zielzone der Welle 4 — die Zone bei 4.000 Dollar wird stark nachgekauft
- Wir sehen hier die beginnende Bodenbildung der Welle 4, zumal das 38,2er Fibonacci bei 3.868 Dollar nah ist
- Gute Nachlegechance: Strukturell ist am Inflationsplay nichts falsch — geopolitische Risiken und die Fed-Zinsentscheidungen disruptieren das Narrativ nur kurzfristig, langfristig hat sich nichts verändert
Passend dazu: Seit dem 24. Juli ist der Papiergold-Stopp der großen chinesischen Banken in Kraft — Millionen chinesischer Privatanleger können nur noch physisch kaufen, was die reale Nachfrage strukturell stärkt. Der kurzfristige Deckel bleibt die Fed mit ~50 % eingepreister September-Erhöhung.
Silber — Welle 1-2, Boden am 50er bestätigt
Charttechnik:
- Für Silber gilt dieselbe These wie für Gold — hier verorten wir eine Welle 1-2
- Das Tief sollten wir bei 46 Dollar sehen
- Am 50er Fibonacci hat sich bereits ein Boden gebildet — das bestätigt unsere Zählung
Fundamental bleibt die Lage so eng wie beschrieben: sechstes Defizitjahr in Folge, COMEX-Bestände seit 2020 um über 75 % ausgedünnt. Jeder weitere Rücksetzer trifft auf einen physisch leergeräumten Markt.
Solana — der 78,6er hält, extrem gute Einstiegschance
Charttechnik:
- Solana hat stark abverkauft und am 78,6er Fibonacci Support gefunden, den der Kurs immer wieder respektiert
- Extrem gute Einstiegschance — auch wenn wir im Zuge der Bitcoin-Zyklik (an der sich die Altcoins orientieren) noch ein neues Low sehen könnten
- Auch dann bleibt es eine der besten Einstiegschancen im Sektor
Bemerkenswert: Während Bitcoin-ETFs bluteten, verzeichneten die Solana-ETFs an praktisch jedem Handelstag Zuflüsse — kumuliert über 1 Mrd. Dollar seit Launch, zuletzt die beste Woche seit neun Wochen. Der Kurs erholte sich von ~60 auf über 80 Dollar. Institutionelles Kapital akkumuliert hier bereits gegen den Trend.
Ethereum — Zielzone erreicht, aber noch ein Tief möglich
Charttechnik:
- ETH hat erneut die übergeordnete Zielzone der Welle 2 erreicht und am 61,8er Fibonacci reagiert — das bestätigt unsere Wellenzählung
- Wir glauben dennoch an ein Unterschreiten der Welle x, was Kurse Richtung 1.400 Dollar ermöglicht
- Auch hier ist bereits jetzt ein guter Einstiegszeitpunkt — gestaffelt denken
Der Flow-Kontrast zu Bitcoin ist auffällig: Ethereum-ETFs sammelten drei Wochen in Folge stabil 84–104 Mio. Dollar ein und übertrafen zuletzt sogar die Bitcoin-Zuflüsse. Die Zahl institutioneller ETF-Halter stieg binnen eines Quartals von 114 auf 189 — die Institutionen positionieren sich leise, während Retail kapituliert.
Hyperliquid — entkoppelt vom Zyklus, Ziel 95 Dollar
Charttechnik:
- HYPE ist von der Bitcoin-Zyklik entkoppelt und hat in den letzten Monaten neue Allzeithochs ausgebaut
- Aktuell Korrektur in Welle 4 — in Welle 5 sind mindestens 95 Dollar erreichbar
- Der Kurs wird derzeit von einer Diagonalen begrenzt, die wir durchbrechen könnten, sobald Bitcoin seinen Boden findet und HYPE zeitgleich am Allzeithoch steht
- Fundamental ist der Coin extrem gut aufgestellt
Die Fundamentaldaten untermauern das: Hyperliquid hat die Marke von 1 Mrd. Dollar kumulierter Protokolleinnahmen geknackt und steckt ~99 % der Handelsgebühren in HYPE-Rückkäufe. Die beiden US-Spot-ETFs (Bitwise, 21Shares) sammelten über 170 Mio. Dollar ein, Grayscale hat einen eigenen Antrag eingereicht. Im Auge behalten: den regulatorischen Gegenwind — Singapurs MAS-Warnliste und die CFTC-Prüfungsforderung von CME/ICE sorgen zwischenzeitlich für Volatilität.
Kupfer — die Datacenter-Rally läuft, Ziel 10 Dollar
Charttechnik:
- Die Datacenter-Rally läuft weiter — Kupfer zeigt die strukturelle Nachfrage am schnellsten an
- Kupfer hat sich beim Edelmetallabverkauf Anfang des Jahres sehr gut gehalten — die These beruht nicht auf Inflation, sondern auf realer Nachfrage (Datacenter, Netze)
- In der aktuellen Welle 3 sehen wir Potenzial bis ~10 Dollar
Die Nachrichtenlage liefert fast täglich Bestätigung: Kupfer sprang am 21. Juli über 3 % auf 6,49 $/lb, nahe dem Juni-Allzeithoch. Chinas Importprämie erreichte mit 100 $/Tonne den höchsten Stand seit über einem Jahr, die Lagerbestände sinken, BHP warnt vor rückläufiger Chile-Produktion, und der Iran-Krieg verknappt über den Schwefelsäure-Engpass zusätzlich das Angebot. Strukturelles Defizit trifft KI-Strombedarf — genau unsere These.
Fazit
Das Muster über alle sieben Assets: Wir sind in der Kaufzonen-Phase. Bitcoin nähert sich dem finalen Abverkauf (unter 50.000 wird aggressiv nachgekauft), Gold und Silber bilden ihre Böden in den Zielzonen, Solana und Ethereum bieten bereits Einstiege mit institutionellem Rückenwind. Hyperliquid ist der Ausreißer nach oben — fundamental stark und nur einen Bitcoin-Boden vom Ausbruch entfernt. Und Kupfer läuft als einziges Asset bereits in der Impulswelle, getragen von realer Nachfrage statt Narrativ.
Wer die kommenden Wochen diszipliniert nutzt, positioniert sich genau dort, wo der nächste Zyklus beginnt