Celsius — Zielzone erreicht, Welle 3 voraus
Charttechnik:
- Bewegt sich weiter auf dem 78,6er Fibonacci (400-Wochen-SK) bei 30 Dollar — exakt in unserer Zielzone der Welle ii
- Das Volumen ist zuletzt deutlich angestiegen
- Das Mindestziel der Welle ii ist bereits erreicht
- Jetzt sollte Welle iii folgen — mit Kurspotenzial bis 100 Dollar
- Ein Einstieg lohnt sich aktuell
Fundamental passt das Bild: Celsius ist längst kein Ein-Marken-Unternehmen mehr — mit Alani Nu und der Rockstar-Übernahme deckt das Portfolio jetzt drei Segmente ab, und jeder fünfte in den USA verkaufte Energy-Drink läuft über Celsius Holdings. Für das laufende Quartal erwarten Analysten gut 20 % Umsatzwachstum auf rund 891 Mio. Dollar. Die Aktie hat im letzten Monat bereits knapp 18 % zugelegt, während der Gesamtmarkt seitwärts lief — das anziehende Volumen im Chart hat also fundamentalen Rückenwind.
Estée Lauder — 40 % im Plus, Welle 3 läuft an
Charttechnik:
- Hat in unserer Zielzone reagiert und sammelt seit 2024 deutlich höheres Volumen — sichtbar im ersten Kursausbruch
- Unsere Position liegt aktuell rund 40 % im Plus
- In Welle iii sollte die Aktie 184 Dollar erreichen
- Für ein langfristiges Play in der Beauty-Branche ist hier noch ein guter Einstieg möglich
Interessant am Timing: Die Aktie hat diese Woche die 100-Tage-Linie zurückerobert — kurz- und mittelfristig drehen die Trends nach oben, auch wenn der langfristige Abwärtstrend formal noch intakt ist. Fundamental dreht sich weiter alles um die Margenerholung und das China-Geschäft; dazu gibt es Berichte über einen möglichen Verkauf der K-Beauty-Marke Dr. Jart+ — ein weiterer Schritt der Portfolio-Bereinigung.
Kering — +46 % seit Einstieg, Ziel 558 Euro
Charttechnik:
- Seit unserem Einstieg rund 46 % im Plus
- Hat in der Zielzone der Welle ii stark auf dem 61,8er Fibonacci reagiert
- Jetzt sollte Welle iii die Aktie auf 558 Euro tragen
- Ein Einstieg ist hier ebenfalls noch möglich
Der Sektor-Kontext: Der globale Luxusmarkt hatte laut Bain-Studie einen schwachen Jahresstart (Q1: −3 bis −5 %), für das Gesamtjahr 2026 wird aber wieder Wachstum auf 365–373 Mrd. Euro erwartet — mit Amerika als Zugpferd und einer vorsichtigen China-Erholung. Kering gilt als der zyklischste der großen Luxuswerte: Genau deshalb hebelt eine Sektorerholung hier stärker als bei LVMH oder Hermès — in beide Richtungen.
LVMH — frisch gekauft, Ziel 1.209 Euro
Charttechnik:
- Vor Kurzem gekauft (Trade)— das vollständige Update dazu findest du unter Trades
- Wir erwarten einen Move bis zur Oberseite der hellblauen Unterstützungslinie
- Langfristig Potenzial bis 1.209 Euro in der Welle-5-Expansion
- Nutzbar als Trade bis zur hellblauen Linie — oder als langfristige Halteposition
Fundamental notiert LVMH rund 23 % unter dem 12-Monats-Hoch — der Markt hat die Nachfrageschwäche eingepreist, während die Analysten-Kursziele (Spanne 420–600 Euro, JP Morgan zuletzt bei 580) mehrheitlich deutlich höher liegen. Dazu zwei Randnotizen: LVMH hat gerade einen Markenrechtsstreit in China über 1,5 Mrd. Dollar gewonnen, und im Juli stehen die Halbjahreszahlen an — der nächste Katalysator.
Nestlé — Käuferdruck ja, Kaufsignal nein
Charttechnik:
- Starker Käuferdruck im Bereich von 72 CHF — wir sehen hier eine Gegenbewegung der Welle B Richtung 107 CHF
- Danach erwarten wir einen finalen Abverkauf auf mindestens 64, eher 50 CHF, um das 61,8er Fibonacci zu erreichen und die Welle ii final abzuschließen
- Volumentechnisch hat sich noch nicht viel getan, das Wachstum lässt zu wünschen übrig
- Aktuell würden wir hier keine Position kaufen
Zur Einordnung: Unter dem neuen CEO Philipp Navratil hat Nestlé zuletzt operativ überrascht (Q1: 3,5 % organisches Wachstum), die Indien-Story läuft stark — Maggi-Markt Nummer eins, über 520.000 neue Verkaufsstellen seit 2023. Aber genau das bestätigt unser Zurückhaltung: Die guten Nachrichten sind bei rund 4 % Dividendenrendite und KGV über 22 bereits bezahlt, während das Konzernwachstum insgesamt dünn bleibt. Die Q2-Zahlen im Juli werden zeigen, ob Asien die Schwäche in USA und Europa weiter abfedern kann.
Nike — der Turnaround, der keiner sein will
Charttechnik:
- Seit April 2026 in einer Seitwärtsphase, in der wenig passiert
- Das vorherige Low wurde unterschritten, dazu ein starker Volumenanstieg
- Aber: Das 78,6er Fibonacci wurde noch nicht wirklich berührt
- Wir glauben weiterhin an Kurse unter 30 Dollar, ehe die Aktie eine Chance hat, wieder richtig bullisch zu werden
- Aktuell kein Kauf — für sehr langfristige Investoren aber ein interessanter Beobachtungskandidat
Die frischen Q4-Zahlen (30. Juni) untermauern die Vorsicht: Der EPS-Beat kam primär durch eine einmalige Zollrückerstattung zustande, währungsbereinigt sank der Umsatz 3 %, der Nettogewinn brach 35 % ein, die Bruttomarge gab 130 Basispunkte ab. Greater China bleibt das Sorgenkind, 1.400 Stellen wurden gestrichen, und mitten im Umbau wechselt auch noch der CFO. CEO Hill kauft zwar selbst Aktien — aber der Markt will erst Beweise sehen, dass der Turnaround greift. Genau das preist unser Szenario mit Kursen unter 30 Dollar ein.
Pernod Ricard — Geduld wird hier bezahlt
Charttechnik:
- Seit März 2026 in einer Seitwärtsphase mit wenig Bewegung
- Momentum- und Volumenanstieg erkennbar, aber noch kein klarer Impuls nach oben
- Der Boden spricht dafür, dass die Korrektur langsam vorbei ist — deshalb sind wir im März bereits eingestiegen
- Für langfristige Investoren lohnt sich ein Einstieg
Die Gründe bleiben strukturell: Als familiengeführtes Unternehmen denkt Pernod Ricard in Dekaden, nicht in Quartalen — und hat in seiner Geschichte schon ganz andere Krisen gemeistert. CEO Alexandre Ricard erwartet für Indien die Rückkehr zu hohem einstelligem Umsatzwachstum, und genau diese Investitionen in Indien und die neuen Märkte sollten langfristig einen echten Wettbewerbsvorteil aufbauen. Dazu kommt die aktuell günstige fundamentale Bewertung — die spricht für sich.
Lululemon — 78,6er erreicht, aber der Katalysator fehlt
Charttechnik:
- Hat jetzt das 78,6er Fibonacci erreicht — das erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass die Welle II beendet ist
- Trotz fundamental günstiger Bewertung fehlt der Aktie aber der Katalysator, der sie nachhaltig bullisch stimmt
- Wir gehen deshalb weiterhin von tieferen Kursen oder einer Seitwärtsphase aus
- Sollten die positiven News eintreten, gibt es ein Update — dann werden wir wahrscheinlich einsteigen
Die jüngsten Zahlen erklären, warum der Katalysator auf sich warten lässt: Lululemon hat Anfang Juni die Jahresprognose deutlich gekappt — Umsatz jetzt bei 11–11,15 Mrd. Dollar (flat bis −1 %), das EPS-Ziel um über einen Dollar gesenkt. Der Nettogewinn brach im Q1 um 38 % ein, Nordamerika schrumpft, und Interim-CEO Meghan Frank machte negative Social-Media-Kommentare und enttäuschende Produktlaunches mitverantwortlich. Der Lichtblick ist China mit rund 30 % Wachstum — aber solange die Kernmarke in Nordamerika Gegenwind hat und die Führungsfrage ungeklärt ist, bleibt genau das Bild, das der Chart zeigt: günstig, aber ohne Zündfunken. Exakt darauf warten wir.
Fazit
Ein gemischtes, aber chancenreiches Bild. Celsius, Estée Lauder und Kering bieten aktuell die klarsten Setups — alle drei haben in ihren Zielzonen reagiert und stehen am Beginn ihrer Welle iii, mit Einstiegen, die sich noch lohnen. LVMH ist unser frischester Kauf mit doppelter Nutzungsmöglichkeit als Trade oder Langfristposition. Pernod Ricard bleibt der geduldige Value-Case für Langfristanleger.
Auf der anderen Seite: Nestlé und Nike sind Beobachtungspositionen. Bei beiden fehlt das Volumen beziehungsweise die charttechnische Bestätigung — und bei beiden erwarten wir tiefere Kurse, bevor ein Einstieg attraktiv wird. Wer hier zu früh kauft, bindet Kapital, das bei den anderen fünf Titeln gerade besser arbeitet.