Nvidia Update 1

Nvidia bleibt operativ der zentrale Profiteur des KI-Zyklus. Die Nachfrage nach Rechenleistung ist weiterhin hoch und wird von Hyperscalern, Enterprise-KI und staatlichen Investitionen getragen. Entscheidend ist dabei das integrierte Ökosystem aus Hardware, Software und Netzwerken, das Nvidia eine außergewöhnliche Preissetzungsmacht sichert.


Automotive: strategischer Ausbau, kein Kurzfrist-Treiber

Mit der offenen Automotive-Plattform Alpamayo positioniert sich Nvidia als Standardplattform für autonomes Fahren – nicht als Autobauer. Der Ansatz ist bewusst offen und richtet sich an OEMs, die ihre eigene Fahrzeugarchitektur behalten wollen. Dass Mercedes-Benz als Referenzkunde auftritt, unterstreicht den industriellen Anspruch.

Nvidia meint diesen Schritt ernst: Rund 20 % der Belegschaft arbeiten inzwischen an Automotive-, Robotics- und Physical-AI-Themen. Kurzfristig ist das kein Umsatz- oder Kurstreiber, langfristig erhöht es jedoch die Umsatz- und Margenoptionalität durch Software, Plattformeffekte und hohe Kundenbindung.

Einordnung:
Der Automotive-Move ist nicht wachstumshemmend und belastet das Kerngeschäft nicht. Er ist ein strategischer Optionalitäts-Hebel mit begrenztem Risiko und potenziell hohem langfristigem Ertrag.


Chartanalyse

Charttechnisch befindet sich Nvidia aktuell im letzten Impuls der übergeordneten Welle-4-Korrektur. Der Abwärtsdruck der vergangenen Tage spricht dafür, dass Welle B abgeschlossen ist und sich nun Welle C ausbildet.

Diese sollte den Kurs in den Bereich um 165,99 USD führen. Dort erwarte ich den Abschluss der gesamten Welle 4.
Im Anschluss eröffnet sich aus technischer Sicht Raum für die nächste größere Aufwärtsbewegung mit einem Zielkorridor von 240 bis 320 USD.