Meta — Zielzone hält trotz Earnings-Rutsch
Charttechnik:
- Meta ist weiter eher in einer Seitwärtsphase, bewegt sich aber weiterhin über dem 200er Moving Average
- Die Quartalszahlen sind da — und wir halten die Aktie weiterhin für sehr kaufenswert
- Wir befinden uns fast noch in der Zielzone der Welle 4, erwarten jetzt aber in der internen Welle 3 Kurse von über 800 Dollar
Die Zahlen vom 29. Juli erklären den Druck: Der Umsatz schlug mit 60,8 Mrd. Dollar (+28 %) die Erwartungen, aber das EPS verfehlte den Konsens um 14 % — belastet durch 3,6 Mrd. an Rechts- und Restrukturierungskosten. Der eigentliche Schock: Der Free Cashflow kollabierte auf 784 Mio. Dollar (Vorjahr: 8,5 Mrd.), weil der Capex auf 31 Mrd. im Quartal explodierte, und die Jahresguidance wurde auf 130–145 Mrd. angehoben. Die Aktie verlor nachbörslich bis zu 9,6 %. Wichtig für die Einordnung: Alphabet und Tesla wurden für dieselben Capex-Erhöhungen genauso abgestraft — der Markt bestraft gerade die ganze Gruppe für KI-Ausgaben ohne sichtbaren ROI, nicht Metas Geschäft. Die Werbemaschine (+28 %) läuft ungebremst. Genau deshalb bleibt die Aktie für uns kaufenswert: Das Problem ist die Geduld des Marktes, nicht das Modell.
Microsoft — Welle-4-These bestätigt: +50 % vom Boden
Charttechnik:
- Microsoft hat sich am finalen Boden der Welle 4 sehr gut entwickelt und einen Move von knapp 50 % hingelegt
- Damit ist unsere Welle-4-These bestätigt
- Jetzt sollte die Aktie in den Bereich von 600 Dollar vorstoßen
Die Earnings vom 29. Juli lieferten dafür den perfekten Treibstoff — als einziger Mag-7-Wert wurde Microsoft für seine Zahlen belohnt: Triple Beat bei Umsatz, Gewinn und Azure-Wachstum, die Aktie stieg nachbörslich Richtung 400 Dollar. Azure knackte erstmals 100 Mrd. Dollar Jahresumsatz, die Cloud-Auftragsbestände (RPO) wuchsen auf 678 Mrd. — und CFO Amy Hood betonte gezielt, dass der Zuwachs komplett von Kunden außerhalb der KI-Labore kam, was die OpenAI-Klumpenrisiko-Sorge entkräftet. Nach Monaten der Skepsis dreht die Wall-Street-Stimmung — exakt an unserem Welle-4-Boden.
Palantir — "otherworldly": Count geändert
Charttechnik:
- Palantir hat sehr gute Earnings geliefert — mit einem Kursausbruch zur Folge
- Wir mussten deshalb unseren Count ändern: Aktuell gehen wir noch von einer Welle b aus
- Entwickelt sich die Aktie weiter so stark, könnte die bisher als Welle a gedeutete Bewegung bereits der Abschluss der Welle 2 gewesen sein — eine sehr starke Verkürzung, aber definitiv möglich
Die Zahlen vom 3. August waren tatsächlich außergewöhnlich — CEO Karp nannte das Quartal "otherworldly": Umsatz +93 % auf 1,94 Mrd. Dollar (erwartet: 1,80), EPS 0,41 statt 0,35, US-Commercial +149 %. Dazu die größte Guidance-Erhöhung der Firmengeschichte — Jahresumsatz jetzt bei 8,15 Mrd. (+82 %) gesehen — und eine Net Dollar Retention von 157 %. Die Aktie sprang 12 %. Karp verspricht dieses Tempo für "mindestens weitere 18 Monate". Der Analysten-Konsens liegt mit Ø 182 Dollar inzwischen deutlich über dem Kurs. Unser Vorsichts-Case (Kurse unter 80) verliert mit diesen Zahlen an Wahrscheinlichkeit — deshalb die Count-Anpassung. Wir bleiben flexibel, statt an einer widerlegten These zu kleben.
ServiceNow — Prognose perfekt aufgegangen, Weg zu 200 frei
Charttechnik:
- ServiceNow hat wie nach unserer Prognose perfekt auf den Zielzonen reagiert — mit erhöhtem Volumen
- Mit dem jetzt erfolgten Durchbrechen des 200-Day-Moving-Average steht dem Erreichen von 200 Dollar in der Welle 3 nichts mehr entgegen
Fundamental hat der Q2-Bericht (22. Juli) genau das geliefert, worauf unser Count wartete: Beat über der eigenen Guidance-Obergrenze bei allen Kennzahlen, Subscription-Umsatz +24,5 %, und der Meilenstein schlechthin — die KI-Produkte überschritten 1 Mrd. Dollar Vertragsvolumen, mit einer Verneunfachung der Agent-Deployments in neun Monaten. Die Jahresguidance wurde angehoben. Interessant war die Kursreaktion: erst −6,5 % (Skepsis wegen vorgezogener Behörden-Umsätze), dann die Erholung — und inzwischen der 200er-Durchbruch. Der Markt hat verstanden: Die radikale KI-Preismodell-Wende vom 1. Juli funktioniert.