ChartupdateNº 7··3 Min. Lesezeit

Indizes 7

Selten liefen die großen Indizes so weit auseinander wie letzte Woche. Der Nasdaq verlor 4,5 Prozent, der DAX legte über 2 Prozent zu, und der Kospi hatte seine schwächste Woche seit 2008. An unseren übergeordneten Zielen ändert das wenig, nur in Korea haben wir den Count angepasst.


Nasdaq: Mehr Volatilität, gleiches Ziel

Charttechnik:

  • Der Nasdaq hatte in den letzten Wochen deutlich mehr Volatilität, für Trader natürlich ein Geschenk
  • Im nächsten Leg-up erwarten wir Kurse Richtung 33.000 Punkte
  • Dort liegt das 6,618er Fibonacci

Der Auslöser für die schwache Woche war vor allem der Chipsektor. Der Halbleiterindex verlor über 11 Prozent, so viel wie seit April 2025 nicht mehr. Dahinter stecken drei Sorgen: Zweifel, ob sich die KI-Milliarden wirklich rechnen, Berichte über Fortschritte chinesischer Speicherchip-Hersteller und die höhere Inflation. Das ist ernst zu nehmen, aber kein Bruch der Struktur. Vom aktuellen Stand bei rund 26.100 Punkten wären es bis 33.000 noch gut 25 Prozent.


S&P 500: Kaum aufzuhalten, das Kursziel steigt wohl bald

Charttechnik:

  • Der S&P 500 ist gar nicht aufzuhalten und steht aktuell am 4,618er Fibonacci
  • Spannend wird, ob er es durchschlägt, danach sieht es allerdings stark aus
  • Wir werden das Kursziel wahrscheinlich anheben

Selbst die schwächste Woche seit Juni hat den Index nur knapp 2 Prozent gekostet. Das liegt an der Berichtssaison: 84 Prozent der Unternehmen, die bisher berichtet haben, liegen über den Gewinnschätzungen, das Gewinnwachstum liegt bei 29 Prozent. Für das Gesamtjahr erwarten Analysten knapp 33 Prozent mehr Gewinn, und das Forward-KGV liegt mit 19 sogar leicht unter dem Zehnjahresschnitt. Diese Rally wird von Gewinnen getragen, nicht von Fantasie.


DAX: Kurz vor dem Ende der Welle 3, jetzt zählen die Resistenzen

Charttechnik:

  • Der DAX läuft sehr konträr zu den US-Indizes und steht nahe am Allzeithoch
  • Wir glauben, dass er kurz davor ist, die Welle 3 zu vollenden, was in eine Zwischenkorrektur münden könnte
  • Ob unsere Zielzone dafür reicht, sehen wir an den Resistenzen unserer Level
  • Läuft der Kurs einfach durch das 0,618er Fibonacci, sehen wir kein großes Problem. Findet er dort harte Resistenz, gehen die Alarmglocken etwas mehr an

Während in New York die Tech-Werte abverkauft wurden, legte der DAX letzte Woche über 2 Prozent zu und schloss bei gut 25.600 Punkten, nur einige Prozent unter dem Rekord vom August. Getragen wurde das von Werten, die mit der KI-Debatte wenig zu tun haben: Rüstung, Autos, Industrie. Genau das ist der Grund für die Gegenbewegung zu den USA. Der DAX hat weniger Tech-Gewicht und profitiert, wenn das Geld aus den Chipwerten rotiert.


Kospi: Größere Korrektur als erwartet, neuer Count

Charttechnik:

  • Der Kospi hat eine größere Korrektur eingeleitet als erwartet
  • Wir haben unseren Count deshalb verändert
  • Nach unserer Berechnung befinden wir uns noch in der Welle-4-Korrektur
  • Die könnte den Kurs noch einmal unter 5.000, auf ca. 4.600 Punkte bringen

Allein letzte Woche verlor der Kospi über 14 Prozent, die schwächste Woche seit Oktober 2008. Ausländische Investoren haben in fünf Handelstagen umgerechnet rund 8,4 Milliarden Dollar abgezogen, fast 80 Prozent davon aus Samsung und SK Hynix. Beide Konzerne machten zeitweise mehr als die Hälfte des Index aus, und genau dieses Klumpenrisiko schlägt jetzt zurück. Selbst Präsident Lee nennt eine Korrektur nach der Rally inzwischen unvermeidlich. Vom aktuellen Stand bei gut 5.700 Punkten wären es bis 4.600 noch einmal rund 20 Prozent.


Fazit

Nasdaq und S&P 500 bleiben trotz der schwachen Woche auf Kurs, beim S&P denken wir bereits über ein höheres Ziel nach. Beim DAX schauen wir genau auf das 0,618er Fibonacci: Durchlaufen ist kein Problem, harte Resistenz wäre ein Warnsignal. Und der Kospi zeigt, wie schnell eine Rally auf zwei Schultern kippen kann. Wir rechnen dort noch mit 4.600 Punkten, bevor die Welle 4 durch ist.

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Eigene Einschätzung und Research, keine Anlageberatung. Kurse und Kennzahlen aus der 60-Sekunden-Tabelle, bis zu 20 Minuten verzögert.